2012.02.06.

Hungarian (formal)English (United Kingdom)
Top-Themen Hasznos tanácsok So schützen wir unsere Vierbeiner vor den Zecken
FACEBOOK megosztás

So schützen wir unsere Vierbeiner vor den Zecken

Die Babesiose ist eine der am häufigsten durch Zeckenbiß auf Hunde übertragene Krankheit, welche in Europa durch zwei Einzeller-Arten (Größe: 2–4 x 4–7 μm) hervorgerufen wird:

Babesia canis - wird durch die Auwaldzecke (Dermacenter reticularis) übertragen. Nach einer Inkubationszeit von 1-3 Wochen treten Fieber, Anorexie und Apathie auf, 1-2 Tage später beginnt der Zerfall der roten Blutkörperchen. Unbehandelt führt die Krankheit oft binnen weniger Tage zum Tod durch Atemnot, Anämie und Nierenversagen.

Babesia canis vogeli - wird durch die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) übertragen. Infektionen dieses Typs sind relativ selten und verlaufen mild.

Auch chronische oder subklinische Infektionen sind möglich, wenn intermittierendes Fieber, Anorexie und allgemeine Schwäche auftreten.
Einige Rassen reagieren empfindlicher (Dobermann, Yorkshire-Terrier), andere dagegen weniger (Beagle oder Foxterrier).

Nicht nur nach milden Wintern, sondern zu allen Jahreszeiten sind Infektionen möglich, ferner auch nach Blutkontakten (Bißverletzungen).

Therapie

Imizol-Injektionen nach einer Diadnose durch den Tierarzt. Vorbeugend sollte nach jedem Aufenhalt in Freien das Tier nach Zecken abgesucht werden. Werden Zecken sofort entfernt, ist das Infetionsrisiko gering. Eine medikamentöse Prophylaxe gegen Zecken (z.B. mit Permethrin) ist  sinnvoll, da sie auch andere durch Zecken übertragbare Erkrankungen verhindert

Entfernung einer Zecke

Zecken sollten sofort entfernt werden. Ungeeignet sind Öle, Cremes oder Desinfektionsmittel, weil diese eine Infektionsgefahr nur noch erhöhen! Am besten entfernt man die Zecke durch sanftes Herausziehen (onhe Quetschen!) mit einer Zecken-Pinzette, de preiswert in Apotheken und Tierarzpraxen zu haben ist.

Durch Zeckenbiß kann auch eine Lyme-Borreliose entstehen. Diese Krankheit wird vom Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht und kann alle Säugetiere, Vögel und den Menschen befallen. Das Infektionsrisiko ist in den ersten 8-12 Stunden nach einem Biß gering, danach steigt es auf bis zu 50%. Die Infektion durchläuft drei Stadien:

  1. Lokalinfektion der Haut, oft mit einer typischen Rötung um die Einstischstelle (Wanderröte) nach einigen Tagen.
  2. Streuung des Erregers im gesamten Körper (10-12 Wochen).
  3. Chronische Infektion (mehrere Monate bis Jahre).

Eine gesicherte Diagnose ist nur durch Blutserum-Untersuchungen und verläßliche Anamnese-Daten möglich. Alle Organe, Gewebearten, das ZNS und auch die Gelenke können erkranken (multisystemisch). Häufig sind Fieber, Mattigkeit,Schwellung der Lymphgefäße, Haarausfall, entzündete und geschwollene Gelenke. Seltener kann auch Herzmuskelentzündung auftreten.

Therapie

Spezielle Antibiotika-Kuren je nach Infektionsstadium. Je früher eine Therapie beginnt, desto besser sind die Heilungschancen. Im Spätstadium bestehen leider wenig Aussichten auf Heilung.

Üblich ist bei Hunden eine Impfung gegen Borrelien. Im Alter von über 12 Wochen erfolgt die 1. Impfung, 3 Wochen später die 2. Danach folgen jährliche Wiederholungsimpfungen.

Besonders wichtig sind alle Maßnahmen zur Verhütung von Zeckenbefall.


Lassen Sie sich bitte hochwirksame Verhütungsmittel von Ihrem Tierarzt empfehlen!